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Elektro­fahr­zeuge leisten einen wichti­gen Beitrag zur Errei­chung der Klima­ziele sowie zur Reduzie­rung lokaler Schad­stoff- und Lärmemis­sio­nen. Für die Elektro­mo­bi­li­tät ist eine nutzer­ori­en­tierte Ladein­fra­struk­tur eine wesent­li­che Voraussetzung.

Hierbei bilden eine öffent­li­che Ladein­fra­struk­tur, die Möglich­keit des Ladens beim Arbeit­ge­ber und auch beson­ders das Laden zu Hause, in der eigenen Garage oder auf dem eigenen Stell­platz, die Basis. Eine fachge­recht ausge­führte, regel­mä­ßig geprüfte und instand gehal­tene Elektro­in­stal­la­tion gewähr­leis­tet einen störungs­freien und siche­ren Betrieb von Ladestationen.

Gesetz­li­che Vorschrif­ten und behörd­li­che Aufla­gen, z. B. von Baube­hör­den, Gewer­be­auf­sichts­äm­tern und Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten sowie einzel­ver­trag­li­che Regelun­gen mit Versi­che­rern sind zu beach­ten. Grund­sätz­li­che Voraus­set­zung für die Ersatz­pflicht eines Versi­che­rers ist immer die Einhal­tung der Sicher­heits­vor­schrif­ten und VDE-Normen sowie der fachge­rechte Einbau durch ein DIN quali­fi­zier­tes Unternehmen.

Immobi­li­en­ei­gen­tü­mer, Wohnungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten sowie Immobi­li­en­ver­wal­ter sehen zuneh­mend neue Heraus­for­de­run­gen auf sich zukom­men. Wer übernimmt die Kosten, Anzeige- und Dokumen­ta­ti­ons­pflich­ten? Wie sieht die neue Rechts­lage aus? 

Für die Beurtei­lung der Wahrschein­lich­keit von Bränden durch Elektro­fahr­zeuge und Ladesta­tio­nen gibt es bisher noch keine ausrei­chen­den statis­ti­schen Erkennt­nisse. Fakt ist: Elektro­fahr­zeuge brennen nicht öfter, aber anders und erzeu­gen neue Probleme. Bei Elektro­fahr­zeu­gen erfor­dern die Batte­rien geson­derte Metho­den im Lösch­ver­fah­ren. Tauch­be­cken für die nachträg­li­che Kühlung der Unter­bö­den kommen zur Gefah­ren­ab­wehr zum Tragen. Defekte Lithium-Ionen-Akkus kommen in den „Sandkas­ten“ und deutlich mehr Lösch­was­ser ist im Brand­fall erforderlich. 

Auch dürfen defekte Elektro­au­tos zur Vermei­dung von Folge­schä­den nicht in geschlos­se­nen Einzel- oder Tiefga­ra­gen abgestellt werden. Entspre­chende Hinweis­schil­der sind verpflichtend.

Die Versi­che­rungs­bran­che hat auf die neuen Heraus­for­de­run­gen reagiert und passt ihre Versi­che­rungs­pro­dukte laufend den neuen Anfor­de­run­gen an. Elektro­au­tos sind wie konven­tio­nelle Fahrzeuge über die Kraft­fahr­zeug­kasko versi­chert. Doch was passiert mit Schäden an den Ladesta­tio­nen und Wallbo­xen, Hauswän­den und Tiefgaragen?

Sofern sich die Ladeein­rich­tun­gen auf dem Versi­che­rungs­grund­stück oder in einer geschlos­se­nen Garage befin­den springt die Gebäu­de­ver­si­che­rung ein. Diese bietet Versi­che­rungs­schutz gegen die Standard­ge­fah­ren Feuer, Leitungs­was­ser und Sturm/​Hagel und im Beson­de­ren gegen Natur­ge­fah­ren wie Überschwem­mun­gen und Stark­re­gen. Mögli­che Folge­kos­ten wie die Siche­rung der Brand­stelle, Trock­nung, Entsor­gung des konta­mi­nier­ten Erdreichs, Mietaus­fall etc. sind ebenfalls Gegen­stand der Gebäudeversicherung. 

Darüber hinaus sind weitere Szena­rien von Bedeu­tung. Die Absiche­rung gegen Böswil­lige Beschä­di­gung und Diebstahl/​Vandalismus sollte nicht fehlen. Einen erwei­ter­ten Versi­che­rungs­schutz bietet der Zusatz­bau­stein "Unbenannte Gefah­ren" oder auch eine geson­derte Elektro­nik­ver­si­che­rung. Die Elektro­nik­ver­si­che­rung umfasst unvor­her­ge­se­hen eintre­tende Schäden wie Bedie­nungs­feh­ler, Ungeschick­lich­keit, Konstruk­ti­ons-, Material- oder Ausfüh­rungs­feh­ler, Kurzschluss, Überstrom oder auch das Abhandenkommen. 

Nicht zuletzt sollten auch mögli­che Schäden bei Dritten berück­sich­tigt werden. Verur­sacht eine defekte Ladesta­tion Perso­nen- oder Sachschä­den an fremdem Eigen­tum, tritt die Haus- und Grund­be­sit­zer-Haftpflicht­ver­si­che­rung bei mögli­chen Schaden­er­satz­an­sprü­chen ein. 

Kontakt
Silvia Korte
Tel: +49 221 17938-26
E-Mail: silvia.​korte@​howden-​caninenberg.​de

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