Hoverboards und die neue Drohnen-Verordnung

Hohe Risiken durch Boards und Flugmodelle - 28.08.2017

Hoverboards, auch E-Boards genannt und Drohnen sind derzeit voll im Trend, bei der Nutzung und hinsichtlich des Versicherungsschutzes gibt es einiges zu beachten. Es handelt sich hierbei um selbststabilisierende zweirädrige Fahrzeuge, eine integrierte elektronische Balance-, Antriebs-, Lenk- und Verzögerungstechnik ermöglicht die Steuerung durch Gewichtsverlagerung.

  • Konstruktionsbedingt können Hoverboards die Zulassungsvorschriften (Beleuchtung, Lenkung, Bremsen etc.) nicht erfüllen und dürfen schon allein aus diesem Grund ausschließlich im abgegrenzten nichtöffentlichen Bereich gefahren werden, hier droht bei Mißachtung eine Geldbuße und 1 Punkt.

  • Sach- oder Personenschäden sind durch den Betrieb des Fahrzeuges außerhalb privater Grundstücke nicht über die Privathaftplichtversicherung abgedeckt, der Fahrer muss den Schaden in vollem Umfang ersetzen!

  • Die Höchstgeschwindigkeit beträgt mehr als 6 km/h, bedeutet, die Fahrzeuge müssten pflichtversichert werden! Eine solche Versicherung wird jedoch nicht angeboten. Für das Fahren in der Öffentlichkeit (auch auf Geh- oder Radwegen) besteht generell kein Versicherungsschutz, wer dennoch im öffentlichen Verkehr fährt macht sich strafbar nach § 6 PfVersG!

  • Eine Fahrerlaubnis ist erforderlich, jedoch kann das Hoverboard keiner bestehenden Fahrerlaubnisklasse zugeordnet werden, hier folgt die nächste Straftat nach § 21 StVG -> Fahren ohne Fahrerlaubnis!

Für Drohnen gilt seit dem 07. April 2017 die neue Drohnenverordnung, welche den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge regelt. Für Drohnen gilt eine Versicherungspflicht und meistens reicht die normale Haftpflichtversicherung nicht aus. Die möglichen Schäden durch Drohnen sind groß:

  • Absturz der Drohne wegen leeren Akkus, in 2015 stürzte beispielsweise eine Drohne auf die A 40 bei Bochum und knallte in die Windschutzscheibe eines Autos.

  • Tiefe Schnittwunden durch rotierende Propellerblätter, ein Kleinkind hat ein Auge verloren nachdem der Pilot die Kontrolle über sein Fluggerät verloren hatte.

  • Keine Sichtweite mehr zum Flugkörper, Steuermöglichkeit unterbrochen, Drohne wird unkontrollierbar.

  • Im Dezember 2015 schlug beim Skiweltcup Slalom in Italien eine Drohne beim Absturz direkt hinter dem Slalom Weltmeister Marcel Hirscher ein.

  • Beinahe Crashs mit Flugzeugen gab es im Juni 2014 in London Heathrow, im Juli 2015 in Warschau und im März 2016 in Los Angeles.

Dass solche Schäden sehr teuer werden können, ist kaum zu bezweifeln. Neben Personen- und Sachschäden spielen auch Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch unerlaubte Aufnahmen eine immer größere Rolle.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat für privat und gewerblich genutzte Geräte ab 0,5 Kilogramm eine Verordnung zu Genehmigungserfordernissen und zur Kennzeichnungspflicht eingeführt, diese tritt am 01.10.2017 in Kraft. Die Kennzeichnung soll bei Missbrauch und Unfällen den Verursacher identifizieren können. Der folgende Link zum Flyer des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Regeln.

Neben dem menschlichen Faktor ist auch die Anfälligkeit für Cyberattacken durch Drohnen ein Problem. Durch WiFi, Bluetooth und andere kabellose Technologien könnten Hacker Informationen in der Nähe von Firmen, Cafés, Restaurants und anderen privaten und öffentlichen Räumen abfangen. Eine Drohne kann auf dem Dach eines Firmengebäudes landen und beispielsweise verfolgen, welche Tasten auf der kabellosen Tastatur gedrückt werden oder sich in das interne Netzwerk einzuloggen.

Wir haben die passenden Versicherungslösungen, sprechen Sie uns an!

 

Kontakt

Knut Arnold
Tel: +49-331-74754-11
E-Mail: knut.arnold@howden-caninenberg.de
Standort: Potsdam

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